Dauerausstellung im Museum in der 'Alten Schule'

Die ehemalige Lehrerwohnung des Schulhauses von 1912 beherbergt nun die Dauerausstellung des Museums in der 'Alten Schule'. Das Leben in den Ortschaften Blansingen, Efringen, Egringen, Huttingen, Istein, Kirchen, Kleinkems, Mappach, Welmlingen und Wintersweiler war noch vor 100 Jahren beschwerlich. Die Ausstellung greift einzelne Aspekte aus dem Alltag der Menschen heraus – Landwirtschaft und Marktgang, Rheinfischerei und Küferei, Kleidung und Ernährung. Weitere Räume widmen sich dem Vermessungswesen und der systematischen Landesvermessung von 1756 und dem Thema Religion; weiterhin werden Biographien und Werke lokal ansässiger, aber überregional bedeutender Künstler vorgestellt.

Hauptaugenmerk liegt aber auf Jaspis: einem in Knollen vorkommenden Feuerstein, der zwischen 4250 und 4050 v. Chr. in Kleinkems bergmännisch abgebaut wurde. Entstehung und Gewinnung dieses Materials sowie seiner Nutzung besonders in der Jungsteinzeit sind mehrere Räume gewidmet.


Das Dachgeschoss des Museums in der 'Alten Schule' dient mit seinen über 125m² als Sonderausstellungsfläche. Volksbildungswerk und Museum veranstalten hier ca. 2 bis 3 Sonderausstellungen im Jahr.

Führungen und Aktionen für Kinder und Erwachsene auf Anfrage.


Flyer Dauerausstellung Museum in der 'Alten Schule' (1,1 MB)

 Jaspis
Schneiden, bohren, schaben, kratzen: heute sind Werkzeuge aus Stahl. Den gab es in der Steinzeit nicht, aber gute Messer hatte man doch: mit Klingen aus Feuerstein. Jaspis heißt der lokale Feuerstein, und er wurde bergmännisch abgebaut. Logisch, dass es im Museum um Jaspis geht und um das Leben und Überleben der Menschen in der Steinzeit.

Religion
Römische Götter, christliche Fresken, und die jüdische Gemeinde von Kirchen. Religion und Glaube bestimmte über Jahrhunderte das Leben und das Zusammenleben der Menschen.

Kunst
In und um Efringen-Kirchen waren und sind überraschend viele überregional bedeutsame Künstler tätig. Auswählte Werke und Biographien der Künstler geben einen Einblick.

Rutenmaß

Viel früher als in den Territorien rundum wurde in der Markgrafschaft Baden-Durlach ein planmäßige Landesaufnahme in Angriff genommen. 1756 war Efringen dran: jede Flur wurde vermessen und in den Gemarkungsplan eingetragen. Der »Meterstab« der Zeit war die Rute mit ca. 3,66 m Länge. Die letzte erhaltene Rutenmeßlatte gibt – neben Plänen, Meßprotokollen und weiterem Vermessungsgerät – hiervon Zeugnis.

Vor 100 Jahren
Das Leben der Menschen im Gemeindegebiet Efringen-Kirchen im 19. und frühen 20. Jahrhundert war hart, Arbeit und Broterwerb waren mühsam. Landwirtschaft und Marktgang, Rheinfischerei und Kleidung zeigen ausgewählte Aspekte aus dem Alltag dieser Zeit.

Gutedel
Wein im allgemeinen und Gutedel im besonderen: Wein und Weinbau prägen die Region. Vom Wein waren aber nicht nur die Winzer abhängig, sondern auch zahlreiche Handwerke wie die Küferei. Turmhoch gestapeltes Daubenholz und das Inventar einer Küferwerkstatt machen die Arbeitsabläufe bei der Herstellung eines Weinfaßes verständlich.

Öffnungszeiten: Sonntag und Mittwoch von 14 - 17 Uhr

Eintritt frei
Führungen und Aktionen für Kinder und Erwachsene auf Anfrage
Kontakt: Dr. Maren Siegmann, Tel. +49 (0)7628 8205 (Mo-Di von 8 - 12 Uhr, Mi von 8 - 12 und 14 - 17 Uhr)
museum@efringen-kirchen.de